6. Oktober 2015

04.10.2015 Störung auf der internationalen Jagdmesse/ Landshut



BAMBI lebt!

JAGDSTÖRUNG AUF DER NIEDERBAYERNSCHAU IN LANDSHUT

„Ich mag Jäger nicht, weil sie unschuldigen Tieren großes Leid zufügen“, stand auf einem der Plakate, mit dem Tierrechtler am vergangenen Sonntagnachmittag der BJV-Hundevorführung auf der großen internationalen Messe „Jagd, Fisch & Natur“ in Landshut ihre Aufwartung machten.
Dass es sich dabei um mehr als nur eine willkürliche Aktion anlässlich des Welttierschutztages handelt wird klar, wenn man einen Blick in den offiziellen Messekatalog wirft: Benedikt Götzfried beschreibt seinen Antrieb für seine „Passion“ des Fischens wie folgt: „Bei dieser Art des Spinnfischens ist das Adrenalin und die Spannung besonders hoch, da einem beim Biss schon mal das Herz in die Hose rutscht.“ Die Tierrechtsaktivisten mögen weder Angler noch Jäger, weil sie u. a. Freude am Töten und Beutemachen haben.  Das Angebot von diversen Fallen auf der Jagdmesse, z. B. der grausamen „Tellereisen“, lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Fallenjagd auch heute noch üblich ist, obwohl der Einsatz der Fallen verboten ist, nicht jedoch ihr Erwerb. Sowohl Totschlag- als auch Lebendfallen sorgen für extremes Tierleid, garantiert doch die Totschlagfalle nicht den sofortigen Tod des Tieres; vielmehr ist es keine Ausnahme, dass Tiere stunden- und tagelang leiden oder mit zerschlagenen bzw. abgetrennten Gliedmaßen entkommen. Auch in den beengten Lebendfallen geraten die Tiere in Todesangst und verletzten sich häufig oder sterben in ihrer Panik an Herzversagen. Dass diese Fallen z. B. auch für Hauskatzen zur tödlichen Gefahr werden können, obwohl sich diese Jagdform auf Tiere wie Fuchs, Marder oder Waschbär konzentriert, liegt auf der Hand.
Jährlich werden ca. 400.000 Katzen und 65.000 Hunde von Jägern erschossen. 


Auch für die Umwelt und die menschliche Gesundheit ist die Jagd bei Weitem nicht so harmlos oder gar notwendig, wie es die Jägerschaft glauben machen will. Jedes Jahr wird in Deutschland von Jägern tonnenweise hochgiftiges Blei verschossen. Große Mengen Blei landen auf Feldern, in Wäldern und Gewässern und vergiften die Umwelt. Gezüchtete Tiere, wie z. B. Fasane, die von den Jägern ausgesetzt werden, um nach wenigen Wochen geschossen zu werden, führen das Argument, die Jagd sei notwendig um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten, ebenso ad absurdum, wie die Tatsache, dass im Wald Futter mitunter mit Medikamenten versetzt verteilt wird, um die Trophäen von morgen heranzuzüchten. Hier geschieht durch die Jäger nichts anderes als ein willkürlicher Eingriff in das Leben von Wildtieren sowie in den Naturhaushalt.

Ehrliche Aufklärung muss mit dem Jägerlatein endlich aufräumen!

Fotos auf Facebook