17. April 2014

17.04.14 Osteraktion "Tierkreuzigung" am Regensburger Dom


Foto: TVA Ostbayern
TVA-Bericht

Ostern ist ein christliches Fest. Es wird aufgetischt. Osterlamm, die Kinder suchen Eier im Garten. Alles soll harmonisch sein, alles friedlich, alles christlich. Wir gedenken dem Tod Jesu, der für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist.
Wie friedlich ist es, ein Osterlamm töten zu lassen und Teile davon zu essen? Ein Lamm, das gerade geboren und seiner Mutter entrissen wurde.
Wie christlich ist es z. B., in Kauf zu nehmen, dass allein in Deutschland pro Jahr 50 Millionen männliche Küken zerschreddert oder vergast und Legehennen gequält werden?
Auf diese Doppelmoral machten wir am Gründonnerstag um 14:00 Uhr in Regensburg vor dem Dom aufmerksam. In Kartoffelsäcke gehüllt und mit Tiermasken versehen waren die Aktivisten an ein symbolisches "Kreuz" gebunden. Diese Aktion ist absolut nicht als Blasphemie zu verstehen oder gemeint - im Gegenteil: Hier geht es um Mitgefühl und die Demut vor der Schöpfung. Es war eine „antiblasphemische Aktion“!  Gezeigt wurde, was es bedeutet, leidensfähige Wesen für einen Gaumenkitzel zu opfern. Sie lebten in Qual, hatten panische Todesangst und starben.
Der Fleischkonsum in der westlichen Gesellschaft hat gravierende Folgen für Mensch, Tier und Umwelt.
Jedes Jahr werden allein in Deutschland ca. 2 Milliarden Tiere getötet. Die Aufzucht von Tieren in Tierfabriken (99% des Fleisches kommt aus Tierfabriken) ist grausam und respektlos gegenüber dem Leben. Inzwischen dürfte auch jedem bekannt sein, dass Fleischkonsum den Welthunger in höchstem Maße mit verursacht. Aus einem Kilogramm Fleisch könnten wir 17 Kilogramm Getreide gewinnen, wenn es nicht durch den Magen der gezüchteten Tiere ginge. Es ist eine ökologische Katastrophe. Das Essen von Tieren ist schlecht für unsere Gesundheit und wird mit vielen Krankheiten und Beschwerden, einschließlich Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht.

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